Gemeinsames Ziel vor Augen - Pfarrer Frör & Jugendbeauftragter Limmer im Dialog

Dingolfing. Nachdem Pfarrer Matthias Frör und Stadtrat Michael Limmer (FDP) in der medialen Berichterstattung nicht unbedingt einer Meinung waren, trafen sie sich kürzlich zum Dialog. Primäres Gesprächs- und Diskussionsthema waren die Vorfälle rund um den Dr.-Martin-Luther-Platz in jüngster Vergangenheit.

Dingolfing. Nachdem Pfarrer Matthias Frör und Stadtrat Michael Limmer (FDP) in der medialen Berichterstattung nicht unbedingt einer Meinung waren, trafen sie sich kürzlich zum Dialog. Primäres Gesprächs- und Diskussionsthema waren die Vorfälle rund um den Dr.-Martin-Luther-Platz in jüngster Vergangenheit.

Wo Matthias Frör aufgrund der Missstände ein strikteres Vorgehen befürwortet hatte, konnte Michael Limmer die Vorfälle zwar ebenso nicht gutheißen, bat aber um Verständnis ob der coronabedingten und frustrierenden Gesamtsituation. „Im Grunde genommen ist es mir wichtig, nicht auf die Jugend im Allgemeinen zu schimpfen, letztlich handelt es sich um einen ganz kleinen Teil von Jugendlichen und es ist niemandem geholfen, wenn wir mit gegenseitigen Schuldzuweisungen durch die Welt gehen“, so der Jugendbeauftragte Limmer.

Matthias Frör stellte fest, dass sich die Situation durch verstärkte Polizeikontrollen deutlich beruhigt hat, weil Ansammlungen unterbunden werden. Einig waren sich Frör und Limmer darin, dass die politischen Verordnungen und Beschränkungen stark in das Leben der Jugendlichen eingreifen, und leider manche Freizeitaktivität erschweren oder verbieten. Auch in der evangelischen Kirchengemeinde sind bis auf die Gottesdienste alle Angebote wie die Jugendgruppe, Konfirmandenunterricht oder die Eltern-Kind-Gruppe aufgrund der Pandemie eingestellt. „Wenn etwa die Jugendgruppe derzeit nur digital in Kontakt sein kann und Konfirmanden hin und wieder an Gottesdiensten mitwirken, dann ist das nur ein sehr begrenzter Ersatz für die gewohnte Arbeit und das Miteinander“, so der evangelische Pfarrer Frör.

Angebote von Kirche, Sport- oder Gesellschaftsvereinen fallen seit Monaten weg, wie auch Schule, soziale Jugendarbeit und gewohnter Freundeskreis. Dass dies Auswirkungen auf die junge Generation hat, waren sich Frör und Limmer ebenso einig. „Wir möchten konstruktiv denken, vorgehen und auch versuchen, die Arbeit zwischen Schulen, Vereinen, Sozialer Arbeit und Kirchen noch besser zu vernetzen. So lassen sich einige Jugendliche vielleicht noch besser in einer Gemeinschaft verankern und Probleme präventiv vorbeugen“ so Frör und Limmer abschließend.

arrow_back Zurück