Freiheit & Verantwortung

Dingolfing. Den Großteil des Jahres haben Deutschland und die Welt mit Corona verbracht. Die Einschnitte in die Freiheit und in die individuelle Lebensgestaltung suchen seinesgleichen. Dazu gehört die soziale Vereinsamung mit all ihren Folgen, der Wegfall vom Arbeitsplatz, das Bangen um die Gesundheit der Angehörigen oder der Mangel an sozialen Kontakten für Kinder und Erwachsene. Menschen sind „Herdentiere“ die das soziale Miteinander suchen. Am Ende steht fest, dass zur Bekämpfung dieser Pandemie die Reduktion der sozialen Kontakte in einem möglichst großen Umfang notwendig ist.  

Auch die Wirtschaft musste große Einschnitte hinnehmen. Die wirklichen Ausmaße dieser Pandemie sind noch nicht abzusehen. Vermutlich wird das ein oder andere Unternehmen unverschuldet von der Bildfläche verschwinden. Die Regierungen haben es sich zur Aufgabe gemacht die Wirtschaft mit Milliardenbeträgen zu unterstützen. „Die Bundes- und Landesregierung stehen in der Verantwortung diese Gelder schnell und unbürokratisch dort auszubezahlen wo Existenzen auf dem Spiel stehen. Dass nach der Coronakrise die Wirtschaftskrise auf uns zukommt muss mit allen Mitteln vermieden werden. Sonst kommen wir in unserem Land gar nicht mehr aus der Krise“, so der erfahrene Unternehmer und Kreisvorsitzende Franz Egerer.

Bei den Liberalen ist man sich einig, dass man sehr berechtigt viele Kritikpunkte in dieser Corona-Politik anbringen kann. Lüften, Kniebeugen und in die Hände klatschen konnten nicht ernstgemeinte Maßnahmen für einen gelungenen Schulunterricht in Zeiten von Corona sein. Dass die Novemberhilfen erst im Dezember beantragt werden können und erst im nächsten Jahr ausbezahlt werden, ist ein Armutszeugnis für die Bundesregierung.

Den Schutz der vulnerablen Gruppen hat man nicht konsequent vorbereitet. „Seit Sommer sprechen Experten von der zweiten Welle. Als die zweite Welle dann vor der Türe stand, war man plötzlich überrascht und hat Maßnahmen ergriffen die nicht für alle logisch erschienen“ so Stadtrat Limmer.  

„Den Sommer hat man verschlafen. Fehler sind passiert. Es werden auch in Zukunft Fehler passieren denn Fehler passieren überall dort wo Menschen arbeiten. Die Erkenntnisse der Wissenschaft haben sich weiterentwickelt und die Maßnahmen haben sich verändert“ so die Freien Demokraten einheitlich.

Dass nun kürzlich Minister und Abgeordnete der CSU wohlwissend die für alle gültigen Corona-Vorgaben missachten und ein gemeinsam ihr Mittagsmahl im Bayerischen Landtag genossen, ist gravierend und stößt auf großes Unverständnis. Solidarität und Verantwortung sehen für die Egerer & Co. anders aus. Es bleibt in diesem Zusammenhang nur zu hoffen, dass die Gesellschaft zusammenrückt, es besser macht als die sogenannten „Großkopferten“ und die Corona-Verordnungen ausnahmslos einhält.

Die Zahl der Infizierten und die Zahl der Verstorbenen sind alarmierend und so hoch wie noch nie. Krankenhäuser füllen sich. Ärzte, medizinisches Personal und Pflegekräfte werden an das maximal Leistbare gedrängt. Corona zu unterschätzen oder aus Trotz und Protest die Maßnahmen und Vorgaben der Staatsregierung nicht konsequent einzuhalten, halten wir für gefährlich und ignorant. Der harte Lockdown ist mit den gegenwärtigen Zahlen unausweichlich.

Nun steht man deutschlandweit vor einem Weihnachten wie es für niemanden vor einem Jahr denkbar gewesen wäre. „Nun ist die Gesellschaft und der Zusammenhalt gefordert, dass dies das einzige Weihnachten dieser Art ist. Nur wenn wir zusammenhalten und die Verordnung konsequent einhalten, können wir durch diese Corona-Pandemie kommen“ so Vorstandsmitglied der FDP Niederbayern Nicole Schmidbauer.

„Die Freiheit des Einzelnen endet dort wo die Freiheit des Anderen beginnt“ ist ein bekanntes Zitat von Immanuel Kant das den liberalen Handlungsgrundsatz der FDP Dingolfing-Landau widerspiegelt. „Nun ist es an der Zeit Verantwortung zu übernehmen. Jeder für sich und jeder für alle – nur so kommen wir als Gesellschaft durch diese Zeiten“ äußern sich die Mandatsträger entschlossen einstimmig.

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